Einkaufen translated

Einer der größten Unterschiede zwischen Deutschland und den USA, jetzt mal abgesehen vn Außenpolitik und anderen nicht-trivialen Dingen, ist das Einkaufsverhalten der beiden Völkchen.

Während der deutsch Otto zwei- bis dreimal die Woche in seinen Lieblings-REWE, Lidl, Aldi, Real oder jeden anderen Einkaufswagen für zwei Wochen und zwei Kinderx-beliebigen Supermarkt rennt, geht der Amerikaner seltener einkaufen – wenn es sich jedoch in seinen SUV oder Truck bequemt und die Strecke aus der Stadt zu den Randbezirken überwunden hat, kauft der US-Bürger für ein bis zwei Wochen am Stück ein. Daher die Größe der Einkaufswagen und wahrscheinlich auch die Größe der Autos.

Ein anderer Unterschied ist die Lage der Supermärkte. Im Gegensatz zu Deutschland (wobei wir uns auch in diese Richtung bewegen) müssen die Amis grundsätzlich ihr Auto nutzen, um einkaufen zu gehen fahren. Entlang der Ein-/Ausfallstraßen der Städte liegen die riesigen Einkaufszentren und Supermärkte der großen Lebensmittel- und Lebensbedarfgegenstandsverkäufer. Zu den großen Lebensmittelläden zählen hier „Harris Teeter“ (teuer), „Whole Foods Market“ (sehr teuer) und „Kroeger“ (einigermaßen erschwinglich, die riesigen Allzweckmärkte sind „Walmart“ und „K-Mart“. Außerdem gibt es natürlich noch die weltbekannten Malls, in denen sich viele kleine, spezialisierte Läden niedergelassen haben.

Damit bauen die Amerikaner ihre HäuserUm günstig einzukaufen braucht man in fast jeder Lokalität eine Kundenkarte. Dazu muss man natürlich seine Adresse und andere persönliche Daten preisgeben. Ohne die Kundenkarte kann ein ganz normaler Einkauf locker 2/3 mehr kosten, weshalb jeder vernünftige Mensch, der mit der „Big Brother“-Mentalität klar kommt, sich eine solche Karte besorgt.

In den Lebensmittelmärkten gibt es wirklich alles, was das kulinarische Herz begehrt – vom ekelig-süßen Zuckerbomben-Kuchen bis hin zum absolute gesunden, biologisch angebauten Apfel. Milch gibt es in mindestens vier Varianten (No fat, Low Fat, Light und Whole Milk (Vollmilch)); die ganze Palette dann natürlich noch mal aus biologischer Produktion von absolut glücklichen Kühen. Brot ist ne Sache für sich, eigentlich darf man es kein Brot nennen, denn die richtige Bezeichnung wäre Toast. Es sieht von außen aus wie ein leckeres Körnerbrot, ein leichter Druck von zwei Seiten zeigt aber schnell, dass das Brot zu 60% aus Luft besteht. Luft kann ja auch ganz gesund sein – Bergluft vor allem.

Halloween Artikel gibt es jetzt schon... und was für welche!!!!

Eine wichtige Sache ist noch anzumerken: Es gibt alles doppelt. Einmal als normales Produkt und einmal als Light-Produkt.

Was mich aber am meisten fasziniert hat sind die großen Ketten wie Walmart und K-Mart, die mit einem Sortiment auffahren, was seines

Gleichen sucht. Von A wie Angelhaken bis Z wie Zwiebelhacker gibt es absolut alles in diesen riesigen Warenhäusern. Und das meist in einer Anordnung, die diesem Wort absolut nicht gerecht wird. Am Anfang eines Ganges sieht man rechts und links „Frauen-Artikel“, ja okay, Binden. Dann kommt auf der rechten Seite Heimwerkerbedarf, gegenüber fängt einen Meter später die Frühstückflocken-Abteilung an. Dann auf beiden Seiten Zeitschriften, gefolgt von links Sportzubehör (Footbälle, Golfschläger, besagte Angelhaken) und rechts Besteck. Und das alles in einem Gang.

Jeder Prinzessin ihren Fernseher mit DVD PlayerWinnie the Poh lauert jetzt auch auf dem FernseherMan läuft durch diese Läden und wird erschlagen vom Überangebot. Mein Einkauf sind dann meist so aus: Mit großen Ambitionen und prallem Geldbeutel rein, erschlagen werden, um den Schlag zu überwinden ein Getränk aus einem der Kühlschränke an den Kassen nehmen, bezahlen und wieder an die frische Luft, an der man wenigstens weiß, was man machen will und muss – atmen.

Gestern war ich mit Martin, dem münsteraner Münchener, auf Shopping-Tour per Bus – schon mal ein Abendteuer für sich. Erst ging es in die Mall, weil ich neue Fußballschuhe brauchte, dann zum Lebensmittel-Supermarkt, weil Martin Essen brauchte. Da trafen wir dann David und Kenny, zwei Amis, von denen einer letztes Jahr an der Uni Dortmund studiert hat, die auch einkauften und uns nach Hause mitnehmen konnten. Zudem bekamen wir noch eine amerikanische Supermarktführung und den Ratschlag, auf jeden Fall „Zebra-Cakes“ und „TV-Meals“ zu kaufen. Die Kuchen haben wir nicht gefunden und von TV-Meals (Mikrowellenessen) kann ich nur abraten.

Nebenbei hab ich ein paar Bilder gemacht, die ich als „typisch amerikanisch“ betiteln kann, zumindest von den Erfahrungen, die ich bis jetzt hier gemacht habe.

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