Heute bei Starbucks

Ich hatte ein paar Minuten zwischen zwei Kursen und gönnte mir daher eine kurze Auszeit bei der Premium-Kaffeehaus-In-Style-Location Starbucks.

Da stand ich also an der Theke und bestellte. Dann sagte der eine Kaffee-Bestellungsannehmer zu dem Kaffee-Zubereiter „Can I call?“, woraufhin der andere erwiederte: „Call!“ Woraufhin ersterer natürlich callte, falls man das so schreibt. Er rief (call) also mein Heißgetränk mit einem endlos langen Namen auf und ich wunderte mich, dass man etwas trinken kann, was die orthographische Länge eines Kurzreferats hat.

Das hatte natürlich alles nichts mit dem zu tun, was ich eigentlich schreiben wollte. Ich gelobe Besserung, werde in Zukunft das Schwafeln „dran geben“ und erzähle also nun, was dann passierte. Auch das ist irgendwie alles andere als spektakulär, aber was soll’s.

Ich halte meinen Bla-Bla-Bla-chino in Händen und will gerade den Laden verlassen, als mich ein älterer Herr anspricht. Dieser ältere Herr fragt auch gleich, ob ich mich hier (Charlottesville, nicht Starbucks) auskenne und ich sage, ehrlich wie ich bin: „Klar.“ Natürlich habe ich keinen blassen Schimmer, wo es in der Innenstadt einen coolen Szeneladen gibt, nuschele aber trotzdem etwas von „downtown“ vielleicht. Merke, wenn du geographisch nicht weiter weißt, sag einfach „downtown“ und zeige in eine Richtung, in die du nicht musst.

Der arme Kerl tut mir aber dann so leid, denn ich konnte ihm nun wirklich nicht weiterhelfen, dass ich ihn frage, wieso er denn einen Szeneladen suche. Ich stellte mir den grauhaarigen Mittsechziger in Baggy-Pants und mit Baseball-Kappe vor, werde aber abgelenkt, als er mir zwei rote Balken unter die Nase hält.

Dazu fällt mir folgender Film ein: Terence Hill ist „Der Supercop“ – aber nur solange, bis er die Farbe Rot sieht. Egal.

sticker1.jpgDie beiden roten Balken, die sich als Sticker herausstellen sind der Grund, warum der Typ einen Szene-Laden sucht. Weil konservative Geschäftsleute (und da gibt es hier viele von) sicherlich nicht diese Sticker verkaufen würden. Und das nicht, weil sie rot sind und die Uni-Farben blau und orange, sondern weil hier viele Leute sehr republikanisch sind.

Ich hab sie aber gekauft, denn, wenn überhaupt, fühle ich mich als Demokrat, zumindest was Sticker angeht. Für fünf Stück hab ich dann zwei Dollar. Jetzt fehlt mir nur noch ein Auto, auf dessen Stoßstange ich die Dinger kleben kann.

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