Step-Up or Step-Down

Klein ist die Welt. So klein, dass man in Deutschland eine E-Mail schreibt und der beste Freund, der sich gerade die Sonne an der Küste Australiens auf den Bauch scheinen lässt, sie einige Sekunden später auf seinem Handydisplay lesen kann.

Oder so klein, dass man einen Chat aufmachen kann, indem Leute aus der ganzen Welt in Echtzeit miteinander reden, obwohl sie mehrere tausend Kilometer auseinander wohnen.

So klein ist die Welt im Zeitalter der globalen Vernetzung aber glücklicherweise nur online – im „echten Leben“ ändert sich alles, wenn man ein anderes Land bereist, Urlaub macht, oder nur mit dem Auto durchfährt, um später woanders anzukommen.

Das Stromnetz ist ein gutes Beispiel. Wir haben in Deutschland einen typisch europäischen 0815-Stecker, um unsere elektrischen Spielzeuge und Maschinen mit Strom zu versorgen. In Frankreich haben sie den auch, Spanien ist mit dabei, auch Holland, Belgien und Italien sind mit von der Partie.

Aber wie ist das mit England, den USA, Australien, Japan, Indien, Russland etc. Um in diesen Ländern ans Stromnetz zu können, braucht man Adapter. Vor allem in den USA muss man aber vorsichtig sein, denn anstatt, wie in Deutschland üblich, 220 V aus den Steckdosen kommen zu lassen, haben sich die Amerikaner das wieder ganz anders überlegt und nur 110 V Saft rausgedrückt. Wieso auch immer.

Reiseadapter gibt es viele, man muss nur bei ebay „Reiseadapter“ oder „Reisestecker“ eintippen und findet zig Ergebnisse, manche besser geeignet, manche schlechter. Man sollte bei Kauf, egal ob on- oder offline (im Laden) immer die Augen offen halten, denn nichts ist schlimmer als ein schlechter Adapter, der dann irgendwann aufgibt und mit dem Stecker verschmilzt, oder was auch immer.

Wenn man nur in ein Land will, reicht auch meist ein kleiner Adapter (Abb. 1), der nur für dieses Land gemacht ist. Will man gleich für mehrere Länder vorsorgen, sollte man sich auf einen Mehrfachadapter (Abb. 2) konzentrieren. Die sind meist teurer, bieten aber auch meist einen Überspannungsschutz.

Vorsichtig sollte man sein, wenn man nicht weiß, ob das Gerät Stromstärkenschwankungen (von 220 auf 110 V) aushalten kann. Dann braucht man einen so genannten „Step-Up Adapter„, der die Stromstärke aus der Steckdose (110 V) umwandelt in 220 V – und damit einen reibungslosen Betrieb des Gerätes erlaubt. „Step-Down„-Adapter gibt es natürlich auch.

Die meistgestellte Frage ist dann aber, vor allem für Auslandsstudenten:

„Kann ich meinen Laptop in den USA anschließen?“

Antwort: Ja, du kannst. Und du brauchst noch nicht mal einen „Step-Down“Adapter, aber nur, wenn das Netzteil deines Laptops auch für niedrigere Stromstärken konzipiert ist. Das erkennt man daran, dass auf dem Netzteil (der kleine schwarze Kasten, der in der Mitte des Stromkabels hängt) INPUT: 100-240 V (oder so was ähnliches steht), außerdem sollte das Netzteil 50-60 Hz aushalten. Wenn dem so ist, brauchst du nur einen ganz normalen Adapter, ohne Umwandler.

Gleiches gilt natürlich auch für den Fön, den Rasierer, das Handy, den Radiowecker, die Anlage, die Digitalkamera-Ladestation und für vieles mehr. Immer am besten vor der Reise checken, was man alles anschließen will und was für Adapter man braucht. Und vielleicht noch einen deutschen Dreifachstecker mitnehmen, damit man nicht drei Adapter kaufen muss, sondern alles über einen laufen lassen kann.

PS: Eine gute Idee ist außerdem, den Laptop als Stromquelle zu nutzen und das Handy, den iPod, die Digitalkamera über USB aufzuladen.

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