Es ist viel passiert

Ja, wirklich, es ist ne ganze Menge passiert. Nicht nur das wir, ähm, Klinsmann’s Jungs, im Viertelfinale stehen und wir Weltmeister werden (WWW… ole ole), nein auch an der „Ich gehe ins Ausland“-Front hat sich was getan.

Nachdem ich ja schon wie erwähnt meinen Pass endlich habe, konnte die nächste Hürde genommen werden. Das Visum. Was sich angesichts von 0900-Nummern-Sperre nicht ganz einfach gestaltet. Im Endeffekt hat es dann doch mit Hilfe der Kreditkarte meiner Mutter geklappt einen Termin für mein Visums-Interview in Frankfurt zu bekommen.

Ich muss also am 31. Juli nach Frankfurt und habe dort um 12 Uhr mein Interview. Das wird alles sauknapp, denn ich flieg ja nur 17 Tage später und der nette Herr am Telefon der Botschaft in FFM meinte, dass so ein Studentenvisum mal locker drei bis zehn Werktage auf sich warten lassen könnte. Wenn es weiter nichts ist, ich bin ja knappe Fristen gewöhnt.

Nachdem also die Anspannung von mir gefallen ist und ich mir zu knapp 98,3% sicher bin, dass ich es bis in die USA schaffe, kam die nächste größere Hürde. Ein Wohnheimplatz.

Also musste ich meine @virginia.edu E-Mail Adresse freischalten lassen und konnte dann nach einem geeigneten Zimmer suchen. Natürlich hatten zigtausende amerikanische Studenten das schon vor mit gemacht und ich landete auf Warteplatz 269. Super!

Am Freitag hab ich aber dann endlich meine Zusage für ein Zimmer bekommen. Nein, nicht wie ich angegeben hatte, ein Einzelzimmer, sondern natürlich ein Doppelzimmer. Und nein, nicht in den vier von mir angegebenen Wohnheimen, sondern in dem einzigen, vor dem mich Leute gewarnt hatten, die schon an der UVa ein Auslandssemester gemacht haben.

Aber ich lasse mich nicht entmutigen und habe direkt an die Housing-Verwaltung geschrieben und nachgefragt, ob ich vielleicht ein anderes Zimmer bekommen könnte. Antwort erhalte ich wohl erst heute im Laufe des Tages (in Virginia ist es ja noch Sonntag). Zudem habe ich mich auch noch bei zwei weiteren Wohnheimen beworben, bei denen man sich noch einmal extra bewerben konnte und hoffe daher, dass vielleicht noch eine von den Möglichkeiten klappt. Ich habe zumindest noch keine Absage bekommen, aber vielleicht heißt bei denen ja auch keine Absage – doch eine Absage. Man wird sehen.

Das war knapp zusammengefasst die Zusammenfassung der letzten paar Tage/Wochen, jetzt geh ich aber nochmal etwas intensiver auf einzelen Punkte ein, die es verdienen (auch im negativen Sinne) ausführlich erläutert zu werden:

Die E-Mail Adresse an einer amerikanischen Uni
(oder wie geht man verantwortungsbewußt mit dem Internet um)

Um eine E-Mail Adresse mit einer .edu-Endung zu bekommen, muss man sich nicht nur einfach anmelden und kann gleich loslegen. Man muss erst einmal ein seitenlanges Benutzerhandbuch lesen und dann (und das ist der Hammer) einen Test bestehen, der sich rund um das Thema „Verantwortungsbewußtsein im Umgang mit dem Internet“ dreht. Da kommen dann so Fragen vor, wie:

„Sie haben von einem Freund eine E-Mail mit einem Anhang bekommen. Der Anhang ist wie folgt beschrieben – „Wunderschöne Bilder vom Campus“. Als sie den Anhang öffnen, sehen sie, dass es sich nicht um Bilder vom Campus handelt, sondern anscheinend um perverse Bildchen. Was tun sie?

Möglichkeit 1: Nichts.
Möglichkeit 2: Ich melde es dem Rechenzentrum und verlange, dass meinem Freund sofort der PC gesperrt wird, weil er gegen amerikanisches Recht und den Ehrenkodex der Uni verstoßen hat.
Möglichkeit 3: Ich sende die E-Mail an alle meine Freunde weiter.

Ich will ja nicht sagen, dass man echt doof sein muss, um durch diesen Test durchzufallen, aber irgendwie muss man doch schon ziemlich doof sein, sich solche Fragen einzprägen. Insgesamt musste man knapp 20 Fragen beantworten, alle nach dem selben Muster. Ich hab es geschafft und wurde dafür mit einer tollen E-Mail Adresse belohnt, die da lautet: jk5ps@virginia.edu. Ich hab dann gleich ne zweite beantragt, die man sich besser merken kann, nämlich john-sebastian.komander@virginia.edu…. tolle neue Welt, man muss Test bestehen, bevor man überhaupt an der Uni in den Staaten ist.

Das Visum

Gefi**t ist der, der eine 0900-Nummern Sperre im Telefon hat, wie mein Mitbewohner und ich sie haben. Okay, man ist vor teuren Internet-Dialern geschützt, aber man kann nicht ohne weiteres bei der US Botschaft anrufen. Ich musste also zu meinen Eltern nach Hause, aber siehe da, auch die hatten so eine tolle Sperre. Also musste Plan B her, der auch auf der Seite der Botschaft angeboten wird. Man ruft die ganz normale Nummer der Botschaft an und ein netter Herr meldet sich dann. Nachdem dieser Herr nun weiß, dass ich einen Termin für mein Interview schedulen will, fragt er mich nach der Kreditkartennummer etc. Bei ersten Mal klappt es nicht, weil ein Zahlendreher drin ist, beim zweiten Mal sagt er kurzzeitig nichts, und plötzlich ist er ganz freundlich und fragt: „How can I help you, Sir?“ Die Kartenzahlung scheint funktioniert zu haben.

Lustig ist dabei auch die Namensangabe, denn man sagt nicht einfach mein Name ist Sebastian, S-E-B-A-S-T-I-A-N, sondern S as in Sierra, E as in Echo, B as in Bravo, A as in Alpha etc. Also sollte man, um Fehler zu vermeiden, eine Liste dieser Flugzeug/Polizei/Armee-Codes vor sich liegen haben. Hier kann man sich so eine Liste mal anschauen.

Der Herr fragte mich dann auch noch netterweise, wo ich her komme und als ich dann meinte, aus Dortmund, da kam er mit entgegen und sagte, dass ich dann den 12 Uhr-Interview-Termin haben könnte, weil acht Uhr sicherlich zu früh sein würde. Recht hat er, der Typ.

Zum Thema Housing

Da kann ich nur sagen, bewerbt euch so schnell wie möglich. Ich hatte den Brief von der Uni mitte Mai bekommen und nicht genau genug gelesen und dachte, ich müsste noch warten, um mich zu bewerben. Schwerer Fehler! Sofort bewerben, dann bekommt man vielleicht noch ein Einzelzimmer in einem schönen Wohnheim. Für die zwei Wohnheime, für dich ich mich noch mal einzeln bewerben musste, war ne ganze Menge Mühe gefragt. Man muss auch hier wieder (wie bei der E-Mail Adresse) Fragen beantworten, aber dieses Mal nach dem Kalliber: „Waren sie schon einmal in einem exotischen Land? Was war dort ihr einschneidenstes Erlebnis?“ oder „Was war als Kind ihr Lieblingsspielzeug und warum?“. Tja, die Amis stellen gerne fragen und wollen immer genau wissen, wen sie vor sich haben. Sei es drum, vielleicht bekomm ich da ja wenigstens mein Einzelzimmer – wenn denen mein Fragebogen, bzw. die Antworten auf ihre Fragen, gefallen.

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One Response to Es ist viel passiert

  1. Geoffrey sagt:

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