Sportlich, sportlich

September 30, 2006

Endergebnis zu UVa's Gunsten

Heute war ein überaus erfolgreicher Tag für die Teams der University of Virginia – nach meinem anfänglichen sportlichen Misserfolg (0:6 im Wohnheimturnier verloren) hatte ich dann am Abend auch noch Glück, aber dazu später mehr.

Football

Unser Footballteam ist scheiße. Das ist leider so und da kann man nichts machen. Drei Spiel gingen bis jetzt verloren, eines konnte ganz knapp gewonnen werden (13-12 in Overtime). Was passiert aber, wenn das schlechte Team gegen ein noch schlechteres antritt? Einer muss ja gewinnen, zumeist der, der ein bisschen mehr Glück hat. Die Mannschaft der Duke University ist noch schlechter als wir, die konnten bis jetzt noch kein Spiel gewinnen.

Heute war also alles für die „Cavaliers“ meiner Uni drin – und sie konnten auf ganzer Linie überzeugen. Der Endstand war aber unerwartet hoch – mit 37:0 mussten die Dukes sich vor eigenem Publikum geschlagen geben. Und unser Team ist jetzt nicht mehr ganz so schlecht – also zumindest besser als Duke University. Immerhin.

Soccer

Ganz anders sieht es beim Soccer, äh Fußball aus. Da rockt die Mannschaft das ganze Land. Zuletzt ging ein Spiel verloren – knapp mit 2:1 – gegen die North Carolina „Tarheels“. Die acht Spiele davor überzeugten die Fußballer aber auf ganzer Linie; meist jedoch erst kurz vor Schluss oder sogar in der Verlängerung. Nach der Niederlage in der letzten Woche kam es dann heute zum Aufeinandertreffen der beiden (fast) besten College-Mannschaften in den USA. Zum einen die „Cavaliers“ und zum anderen die Clemson University „Tigers“.

Die beiden Mannschaften waren ungefähr gleich gut (vgl. gleich schlecht beim Football), die Vorzeichen versprachen ein spannendes Spiel – und das wurde es auch. Auf beiden Seiten Pfostenschüsse und Glanzparaden der Torhüter – die Massen gerieten in eine Hysterie sondergleichen. Und wenn ich Massen sage meine ich auch Massen. Heute waren 7400 Zuschauer im Klöckner Stadion; ein neuer Besucherrekord hier an der University of Virgina und in der Panorama des Klöckner Stadionsganzen „Conference“ in der die Uni spielt. Ich hab auch gleich ein Panorama-Bild gemacht, um zu zeigen wie voll es war.

Am Ende hatte Virginia die Nase vorn – mit 1:0 gewannen sie kurz vor Schluss die Partie und sind jetzt wahrscheinlich wieder Nr. 1 in den USA. Das riecht schon nach dem Meistertitel – bei einem Verhältnis von neun gewonnenen zu einem verlorenen Match. Schappo!

Ich

Ich hab dann auch noch gewonnen – auch hier war sportliche Exzellent am Werk, in Form atemberaubender Sprungkraft und mannigfaltiger Stärke in den Bereichen schubsen, drängen und zerren. Hört sich jetzt schlimm an, scheint es auch gewesen zu sein, wenn man bedenkt, was Martin mir nach dem Spiel mitteilte: „Die hat dich danach die ganze Zeit total böse gemustert.“

Und das nur wegen einem T-Shirt. Ist mir unverständlich. Ah, um zur Geschichte zurück zu kommen muss ich erst mal einen Bogen machen – einen langen Bogen.

Es fängt damit an, dass die amerikanischen Fans bei Sportveranstaltungen immer animiert werden müssen, um ihr Team anzufeuer – Cheerleader sind hier ein gutes Beispiel. Um Zuschauer auch in der Halbzeit zu unterhalten gibt es beim Superbowl (Endspiel der National Football League) eine riesige Show mit internationalen Pop-Größen. Beim Fußballspiel an der University of Virginia gibt es aber (Gott-sei-Dank) keine Cheerleader und keine Pop-Größen. Dafür aber kleine Kinder, die Fußball spielen und Leute, die Sachen in Publikum schmeißen. Bewirken sollen sie aber das gleiche; dass einem ja nicht langweilig wird.

Bei 22 kleinen Kindern, die alle auf den Ball laufen kann einem schnell langweilig werden, deshalb haben die Amerikaner etwas erfunden, dass aussieht wie eine Bazooka und mit Luftdruck Dinge in die Zuschauerränge schiesst – zumeist T-Shirts mit dem Uninamen drauf. So auch heute. T-Shirt 1 ging weit nach links ab, T-Shirt 2 kam zu kurz. Dann setzte der Bazooka-Schütze für T-Shirt 3 an und ich konnte in seinen Augen sehen, dass er es wusste – er wusste, dass ich höher als alle anderen springen würde und dieses T-Shirt greifen würde, bevor ich elfenhaft zurück auf die Tribüne schweben würde. So kam es dann auch. Ich drückte, ich schubste, er schoss, ich sprang, ich fing, ich landete, ich stolzte. Und das Mädchen in der Reihe hinter mir guckte mich böse an (also meinen Rücken), weil sie nicht so viel Glück hatte (bzw. einfach nicht so unglaublich hoch springen kann).

Also hatte ich ein T-Shirt geschnappt – das ist ungefähr wie ein 5er im Lotto. Aus dem 5er wurde nach dem Spiel ein 6er, als ich merkte, dass, eingerollt in das T-Shirt, ein 25$ Gutschein für einen Elektroladen versteckt war. Tja, er kam, sprang und siegte. Und siegte dann nochmal.

Alles in allem, wie der geneigte Leser feststellen kann, ein sportlich durchwachsener, aber letztlich erfolgreicher Tag – wenn doch nur alles so leicht wäre, wie im Sport.


Nachrichten Block

September 30, 2006

Da ich durch verschiedenste Tests und Papers diese Woche zu nichts komme, will ich wenigstens einen kleinen Überblick geben, über Dinge, die diese Woche passiert sind, oder noch, wie sagt der Ruhrpottler so schön, „am passieren dranne sind.“

Paper

Mein erstes, fünfseitiges Paper musste ich gestern (Freitag) abgeben. Ich wusste natürlich überhaupt nicht, wie so ein Teil in den USA aussehen muss, bin aber äußerst zufrieden mit dem Endergebnis. Mein größter Dank gilt hier dem Online-Wörterbuch dict.leo.org, ohne das ich wahrscheinlich nicht halb so viele Fachausdrücke in meinem Paper stehen hätte.

Nummernschilder

GRMAN - das Nummernschild das Freunde schafftStilecht - mit personalisiertem Nummernschild und UVa AufkleberUnsere „Plates“ sind endlich angekommen (Fotos folgen). Ganz stolz wollte wir sie gestern dran schrauben, merkten aber, dass die Schrauben hinten nicht passten und die Fassungen dafür schon rausbröckelten. Also hab ich mir Alleskleber geschnappt und das auf meine Art und Weise gemacht. Jetzt hält das Nummernschild bombenfest, ich hoffe nur, dass Martin es abbekommt, wenn er das Auto irgendwann wieder verkauft.

Auto

Apropos Auto. Damit müssen wir nächste Woche zur Inspektion (amerikanischer Tüv). Das kostet hier 20$, die Summe ist gesetzlich vorgeschrieben und der Test besteht, so wie ich das verstanden habe, aus ein paar kleineren „Untersuchungen“; ob die Lampen funktionieren, ob man Gas geben und bremsen kann, ob die Sicherheitsgurte alle auch wirklich sicher sind. Und genau da lag unser Problem. Auf der Beifahrerseite funktionierte der Sicherheitsgurt nur bedingt, mit viel Herumwickeln konnte man ihn auf eine gewünschte Länge einstellen – nicht gerade die sicherste Art sich anzuschnallen. Also hab ich auch das versucht zu reparieren – nach einer erfolglosen halben Stunde hab ich entnervt mit dem Hammer gegen die Spule geschlagen und siehe da, der Gurt zog sich ein. Super, dachte ich, stieg ein, startete den Motor und schaltete das Licht ein. Jetzt war das Licht kaputt – zumindest die Rückleuchten tuen jetzt ihren Dienst nicht mehr. Darum werd ich mich nachher kümmern müssen – das Problem ist nur, dass der Sicherungskaste aussieht wie ein Jungel aus Kabeln und Steckern. Klappt schon.
EDIT: Sicherungen gekauft, reingebaut und zack, Licht funktioniert wieder. So einfach kann das Leben sein.

Blog

Das Tagebuch läuft super, auch wenn ich im Moment nicht viel Zeit dafür habe. Heute Morgen, als ich auf die Startseite von meinem Provider „wordpress“ wollte ich meinen Augen nicht trauen. „Auslandssemester-Tagebuch“ ist auf Platz Zwei der „am schnellsten wachsenden Blogs“. Ich hab keine Ahnung was das heißt, hoffe aber, dass es war Gutes ist.

Bildschirmfoto Auslandssemester

Soccer

Dieses Wochenende ist das Spaß-Turnier aller Wohnheime und wir sind gestern durch einen Elfmeterkrimi in die nächste Runde eingezogen. Der Ball prallte beim unserem letzten Elfer-Schützen (einem Italiener) erst an die Latte, dann dem Torwart an den Hinterkopf und dann ins Tor. Glück muss man haben. Das Soccer-Turnier ist aber auch der Grund, warum ich jetzt mal los muss. In ner Stunde spielen wir wieder – diesmal gegen ein Team das sich „Feyenoord“ nennt. Hoffentlich sind das echt Holländer, da haben wir fast schon gewonnen, die können eh kein Fußball spielen.
EDIT: Es waren zwar keine Holländer, aber dafür waren sie verdammt gut und von daher geht die desaströse 0:6-Niederlage schon in Ordnung. Ein Gutes hatte es aber: da wir ausgeschieden sind konnten wir wenigstens zum Varsity Soccer gehen – dazu mehr in einem separatem Beitrag.


Neues „Design“

September 25, 2006

Ich hab mich für ein neues Banner entschieden, weil es mal Zeit für eine kleine Aufrischung wurde. Nur wo ich in dem Banner den Namen meines Blogs unterbringen soll, ist mir noch nicht ganz klar.

Oder kann das auch ohne Namen stehen bleiben? Ach, was weiß ich, jetzt geh ich erstmal schlafen. Morgen sieht das eh alles ganz anders aus. Oder auch nicht.


Deutsche Nachbearbeitung

September 25, 2006

Es gibt nur sehr wenige Seminare oder Vorlesungen, die mich zu nachdenken anregen; bei denen ich gewillt wäre nicht nur akademisch, sondern auch ganz persönlich über den Lerngegenstand hinaus meinen Geist anzustrengen und in mich zu gehen, um heraus zu finden, was meine eigene Meinung zum Thema ist.

Heute war einer dieser Kurse. Ich würde in allgemein als den interssantesten Kurs bezeichnen, den ich hier an der University of Virginia besuche. Der Titel des Kurses ist „Berlin in German Life and Letters“, ein Titel, der zwar ein Outline dessen gibt, was in der Klasse behandelt wird, jedoch durch die allgemeine Ausrichtung seines Titels nicht in der Gänze ausdrücken kann, wieviel Stoff mit eben diesem Thema verknüpft ist.

Berlin ist meine Hauptstadt, Berlin ist wahrscheinlich die mit Abstand kulturell und sozial bedeutendste Stadt Deutschlands. So ziemlich alles, was in meinem Land wichtig ist und war ging in irgendeiner Art von Berlin aus. Und deshalb kann man auch durch eine Erforschung Berlins und Berlins Geschichte einiges über Deutschland lernen.

Natürlich ist es irgendwie peinlich, dass ich erst anfange wirklich über Deutschland nachzudenken, wenn ich im Ausland bin – aber gerade die Zeit hier in den USA lässt ein Outside-View auf mein Land zu, welches nicht zu erreichen wäre, wenn ich zuhause studieren würde. Mein Professor ist bekennender Berlin-Fan und kennt sich in der Hauptstadt wahrscheinlich besser aus als Merkel und Wowereit zusammen – und das gibt mir als Student ein riesiges Reservoir an Wissen, aus dem ich schöpfen kann.

Warum mich aber gerade der heutige Kurs zum Nachdenken angeregt hat, wird schnell klar, wenn man meine Herkunft und das Thema dieser Sitzung zusammen sieht. Ich bin deutsch und das Dritte Reich ist das dunkelste Kapitel der Geschichte meines Landes, vielleicht sogar der gesamten Menschheitsgeschichte.

Als deutscher Schüler sollte man eigentlich die ganze Timeline zwischen 1933 und 1945 runterbeten können – die meisten, ich eingeschlossen, wissen aber nur die Eckdaten – aber was man nicht weiß und worüber man auch nicht soviel lernt, ist wie der kleine Adolf aus Österreich zum größten Tyrannen der Geschichte wurde.

Ich bin jetzt 25 Jahre alt und bin seit nunmehr 18 Jahren in der akademischen Ausbildung. Ich komme in die USA, besuche einen Kurs über deutsche Geschichte und halte zum ersten Mal Hitlers „Mein Kampf“ in den Händen. Das Buch startet auf der gegenüberliegenden Seite des Klassenraumes und ich mache mir, sofort nachdem mein Professor es dem ersten Studenten reicht, Gedanken darüber, wie es sich anfühlen mag, ein solches „Werk“ in Händen zu halten. Als die Originalausgabe aus dem Jahr 1942 dann an mich weiter gereicht wird, merke ich, wie ich noch nervöser werde, beim durchblättern der ersten Seiten durchlebe ich ein Gefühlschaos von Ungläubigkeit und Wut.

Wenn man allein schon die Überschriften dieses Buches ließt, weiß man, was Hitler vor hatte. Wie konnten Staatsmänner, ja ganze Länder denken, dass von diesem Mann keine Gefahr ausging? Wie konnte man Hitler, den Jungen, der nichts zu Ende bringen konnte, an die Macht lassen. Okay, ich habe gelernt, dass es viele Faktoren gibt, warum Extremisten an die Macht gelangen – in Deutschland war das sicherlich das Scheitern der Weimarer Republik, die hohe Arbeitslosigkeit, die finaziellen Schwierigkeiten und der angeknackste Stolz der Deutschen, nachdem sie nicht nur den letzten Krieg, sondern auch ihre traditionelle Staatsform, die Monarchie, verloren hatten.

Und trotzdem, als ich die ersten Seiten des Manifests lese, kommt es mir einfach nicht in den Kopf, wie jemand, der dieses Buch gelesen hat (und das werde sie überall auf der Welt getan haben) davon ausgehen konnte, dass Hitler nur ein kleiner Spinner aus Österreich war. Er war ein Spinner, das ist sicher, aber leider, wie wir jetzt wissen, ein sehr gefährlicher, der nichts konnte, außer an seine Idee zu glauben und diese mit allen Mitteln durchzusetzen.

Es ist nur schwer vorstellbar, wie ein Mensch so etwas zu Papier bringen kann – um es dann später in großen Teilen Wirklichkeit werden zu lassen. Und es ist, auf einem zweiten Gedankenweg, auch schwer vorstellbar, dass es Menschen gibt, die noch immer diesen Doktrien folgen – und dieses in Deutschland auch zumeist öffentlich (mit ein paar Abstrichen) dürfen.

Dieses Buch zeigt mit aller Deutlichkeit, was Hitler vor hatte und wie er es durchführen wollte. Von der Gleichschaltung aller Instanzen bis zum fast schon industriellen Mord der Juden in Europa. Wieso hat niemand etwas gesagt, wieso hat niemand etwas getan – bevor und während er an der Macht war?

Es ist für mich als Deutschen, der in einem freien Deutschland ohne Krieg aufgewachsen ist, umso schwerer zu verstehen, warum Menschen ihrem „Führer“ folgten. Wir haben heute Bilder gesehen, auf denen Hitler in einem offenen Wagen durch Massen von Menschen fährt. Wieso hat niemand dort etwas getan? Ein Schuss und Deutschland (als auch der restlichen Welt) wäre einiges erspart geblieben. Es ist drastisch das zu sagen – aber leider ist es so – es fehlte einfach an Mut in der deutschen Bevölkerung. Wir waren (und sind, so denke ich) ein Volk der Gleichgültigen, ein Volk von Menschen (und Ausnahmen bestätigen hier leider nur die Regel) die nicht nachdenken wollen, die nicht handeln wollen, sondern sich nur in ihr Schicksal ergeben und sagen: „Ach, es kann nur besser werden.“

Die Geschichte straft diese Menschen als Illusionäre ab – und ich glaube, wir können von solchen Menschen genauso viel lernen, wie von denen, die sich aufgelehnt haben und die zumeist mit dem Leben bezahlt haben.

Dieser Punkt ist es, der mir im Kopf bleibt und über den ich nachdenke, auch noch nachdem ich diesen Eintrag geschrieben habe. Wir müssen aus unserer Geschichte lernen und, sollte es noch einmal dazu kommen, gewisse Bücher ernst nehmen, auch wenn sie einem auf den ersten Blick als psychopatische Werke eines Fanatikers ohne Chance auf Durchsetzung erscheinen.

Es ist ein beklemmendes Gefühl, ein Buch in Händen zu halten, welches zu der Zeit gedruckt wurde, als die Vernichtungslager ihren Dienst aufnahmen und welches von so enormer Wichtigkeit für den Verlauf der Geschichte – in Deutschland und der restlichen Welt – war. Was bleibt ist ein mulmiges Gefühl – und die Angst, dass wir wieder die Augen verschließen werden, weil Menschen einfach so sind.

EDIT: Ich bin in den Kommentaren zu diesem Beitrag aufmerksam gemacht worden,“(…) dass man die Gleichgültigkeit, die in Zeiten des Überflusses (wie jetzt in Deutschland) herrscht, (nicht) mit der angeblichen Gleichgültigkeit der Deutschen in den 1930er Jahren vergleichen kann; (…).“ (Mum). Sebastian findet „(…) ebenfalls, dass man die Ausganssituation für die jeweilige Gleichgültigkeit wirklich nicht vergleichen kann.“ Das ist sicherlich alles richtig, auch der von Tobi angebrachte Punkt, dass „(…) was die Medien angeht darf man ihre damalige Macht nicht unterschätzen.“ Menschen sind leider so, sie lassen sich Dinge vorgaukeln, vor allem, wie Tobi richtig bemerkte, wenn es sich um neue Techniken der Informationsverbreitung handelt.

Meine Kritik richtete sich nicht gegen das Deutsche Volk heute, sondern gegen das 33er Volk, wenn man das so nennen will. Ich habe in meinem Kurs (und auch vorher) einiges gelesen und kann daraus einen wichtigen Punkt herausstellen: es gab viele Menschen, die zumindest eine Ahnung hatten, wozu Hitler fähig war, gerade in der Frage um die Ausrottung der Juden. Sebastian bemerkt dazu (und das wusste ich nicht), dass „(…) Hitler zu der Zeit, in der er sein Buch geschrieben hat, bei weitem nicht allein auf weiter Flur (stand). Um die vorletzte Jahrhundertwende herum gab es beihnahe unzählige Autoren, die sich diesem Thema verschrieben hatten und, mindestens genauso bedenklich, es gab in der breiten Bevölkerung erhebliche Zustimmung für ihre Werke.“ Der Vergleich zwischen den beiden „Völkern“, dem von damals und dem von heute, scheint wirklich ein wenig zu hinken. Heute sind wir zufrieden, vielleicht gleichgültig, weil es uns gut geht, weil wir nichts zu befürchten hatten. Damals waren die Menschen zufrieden, vielleicht gleichgültig, weil Hitler sie aus der Depression führte und die ersten Kriegsjahre zudem die Deutschen nicht im eigenen Land trafen. Wie Tobi geschrieben hat: „In der ersten Zeit des Krieges ging es dem deutschen Volk relativ gut, da es vom Reichtum und der Beute aus anderen Ländern lebte. Der ideale Sozialstaat, sozusagen.“

Zum letzten Punkt, auf den ich wert gelegt hatte – warum denn niemand etwas getan hat, auch eine Einzelperson hätte die „Ära Hitler“ beenden können. Das das aber nicht so einfach war ist mir klar, denn nichts ist dem Menschen lieber und teurer als sein eigenens Leben. Tobi gab dazu folgenden Kommentar ab: „(…) würdest du auf den Verdacht hin, dass ein Typ, den du für zu wahnsinnig hälst, als dass es wahr sein könnte einfach auf der Straße erschießen und dafür dein Leben verwirken?“ Ich muss sagen, wahrscheinlich nicht.

Ich danke noch mal den Leuten, die einen Kommentar geschrieben haben, denn das zeigt mir, dass Leute die Sachen lesen, die ich schreibe – und das macht mich ein bißchen stolz. Wenn jemand noch etwas hinzuzufügen hat, dann nur zu. Abschließen kann man das Thema wohl nie, aber diesen Beitrag kann ich abschließen, und zwar mit einem Teil des Kommentars meiner Mutter: „Der deutsche Jude Eugen Kogon sagte mal im deutschen Fernsehen – vor etwa 30 Jahren -, die einizige Möglichkeit, eine Diktatur aufzuhalten, sei sie gar nicht erst entstehen zu lassen.“ So ist es wohl, und da ich jetzt mal versuche an das Gute im Menschen zu glauben, werden wir das auch hin kriegen, sollte es noch mal zu einer solchen Situation kommen.


Club Clemons

September 25, 2006

Ich hatte in Deutschland mal einen Kurs bei Frau Haage mit dem schönen Namen „Praktischer Journalismus“. In diesem Kurs bekamen wir irgendwann einmal einen Artikel aus, soweit ich mich erinnere, unserer Uni-Zeitung, in dem es hieß, dass die Bibliothek jetzt auch rund um die Uhr aufhaben wird, damit man 24/7 studieren kann. Dann bekamen wir einen Artikel aus einer lokalen Tageszeitung, der den vorangegangen Artikel zitierte. Zu blöd nur, dass es sich beim Unizeitungsartikel um einen Aprilscherz, eine Ente handelte. Wieso ich das jetzt erzähle? Wie ich davon auf eine typisch amerikanische Studenteneigenschaft kommen soll?

Das ist eigentlich ganz einfach: Was in Dortmund als Aprilscherz in einer Zeitung steht, ist in den USA bittere Realität. Es ist 1:31 morgens und ich sitze in der „Clemons Library“ und büffele für ein Paper, das ich nächste Woche abgeben muss. Mitten in der Nacht herrscht hier „High Life“, jeder Computer ist besetzt, die Laptops surren vor sich hin, an einem Tisch neben mit gehen ein paar BWLer einen Schein-Fall durch und diskutieren, wie sie die Firmen am besten vor dem Konkurs retten können – und kommen sich dabei vor, als ginge es wirklich um Millionen. Der amerikanische Student kennt beim Lernen keine Tages- bzw. Nachtzeiten. Für ihn ist es immer an der Zeit was zu tun. Mitten in der Nacht, wenn es sein muss, oder er vorher keine Zeit hatte. Die Leute hier hocken über ihren Büchern und sehen dabei mehr als ungesund aus – was vielleicht auch mit der Masse an süßen und salzigen Snacks zusammenhängt, die hier im Minutentakt aus den Automaten gezogen werden. Den ganzen Hype um durchlernte Nächte wollte ich mir dann auch mal geben und so hab ich mich heute (mittlerweile gestern) Abend entschieden, meine Lernerei in die Bibliothek zu verlagern, ganz weit weg von meinem Bett und der damit verbundenen verdienten Nachtruhe.

foto-48.jpgSonntag, 20.48 Uhr: Ich betrete die Clemons Library und muss erst einmal nach einem Platz suchen. Hier sind alle Tische voll, überall liegen Bücher oder schlafende Studenten. Endlich finde ich einen Arbeitsplatz, der genug Raum für Laptop, Bücher, Zettel und Block bietet. Ich fange an, indem ich meine Notizen aus den einzelnen Sitzungen in den Computer hacke, auch ein neues Gefühl für mich. Zur Erklärung sei gesagt, dass es sich bei dem Paper, das ich schreiben muss, um eines für meine „Introduction to American Politics“-Klasse handelt. In diesem Paper muss ich einen Berater mimen, der dabei hilft in der (mittlerweile) abgetauten Antarktis eine Regierung aufzubauen (den, wie ich finde, sehr einfallsreichen, Originaltext habe ich unten angehängt).

foto-56.jpgSonntag, 21.50 Uhr: Seit einer Stunde lese, markiere und tippe ich jetzt schon und hab mittlerweile knapp 1/4 der Arbeit geschafft. Wohlgemerkt: der Arbeit, die ich machen muss, bevor ich anfange mein Paper zu schreiben. Die Luft ist aufgrund der Klimaanlage etwas trocken und so muss man von Zeit zu Zeit vor die Tür gehen, damit die Augen nicht ganz so wehtun.

foto-57.jpgImmer noch Sonntag, 22.58 Uhr: Ich lese gerade einen Text von Tocqueville über die ersten Puristen, die im 17. Jahrhundert Amerika besiedelten. Das waren ja schon ganz schön krasse Leute, so mal allgemein gesehen. Briten halt. Eine Passage ist mir dabei ganz besonders im Kopf geblieben:

Simply keeping company, between those who were unmarried, was severly punished. The judge was left the descretion to impose upon the gulity parties one of three penalties: a fine, a whipping, or MARRIAGE; (…)“

Schon lustig, wenn man sich überlegt, dass Heiraten damals als Strafe angedroht wurde, zusammen mit einer Strafzahlung oder dem allseits beliebten Auspeitschen.

foto-58.jpgNach wie vor Sonntag, 23.52 Uhr: Es wird langsam schwer, sich zu konzentrieren, weil die Leute um mich herum immer lauter werden – wahrscheinlich um sich selbst von ihrer Unkonzentriertheit abzulenken. Da hilft nur Kaffee, viel Kaffee um genau zu sein. In acht Minuten macht der Starbucks um die Ecke zu und dann bleibt nur noch das Gebräu aus dem Automaten, oder aber die Koffeintabletten, die noch in meiner Laptoptasche auf ihren Einsatz warten.

foto-59.jpgEndlich Montag, 1.18 Uhr: Ich bin wieder zurück in der Bib. Wo ich war? Na wo wohl – in einem Burger-Laden natürlich, um mich mit Fastfood einzudecken. Wenn ich diese Lernnacht im so genannten „Club Clemons“ (heißt so, weil die Bib immer so lange auf hat) schon mache, dann so richtig amerikanisch – und da gehört ein Burger und ein riesiges Milkshake einfach dazu. Ich setzte mich aber sofort wieder an die Arbeit, denn ich hab noch nicht alles gelesen. Ich denke, wenn ich mir die Reading-Liste so durchschaue, dass ich nicht vor drei Uhr mit dem Schreiben anfangen werde.

Montag, 2.17 Uhr: Wer wirklich verstehen will, worauf sich die Vereinigten Staaten gegründet haben, was die Ideen hinter dem Gesamtkunstwerk der Verfassung sind, sollte sich die „Federalist Papers“ holen, ein 500-Seiten foto-61.jpgBuch, geschrieben, um der, damals, nicht sehr überzeugten, amerikanischen Öffentlichkeit die Gründung der USA näher zu bringen, bzw. schmackhaft zu machen. Im „USA erklärt“-Blog gibt es einen sehr guten Artikel zu dieser Schriftensammlung. Wen das nicht interessiert, dem kann ich an dieser Stelle den „Zufälligen Artikel“-Link auf der Wikipedia-Seite empfehlen, ich hab dadurch schon so manch interessanten Artikel gefunden, wie z.B. den sehr kurzen über den Wattwurm. Ich merke, dass es langsam zu spät wird, um noch klar zu denken. Egal, die Nacht ist noch jung.

Montag, 3.30 Uhr: Die Reihen in der Clemons Library lichten sich langsam. Ich hab mir aber das Ziel gesetzt, mindestens die Einleitung zu schreiben und so kommt ein verfrühtes Nach-Hause-Gehen für mich nicht in Frage, auch wenn mein foto-60.jpgKörper mit krampfhaft versucht mitzuteilen, dass genau das die besten Idee seit Einführung der Rollbänder in großen Flughäfen ist. Mittlerweile fällt es mir schwer den Wulst an Informationen, die ich erlese, einzuordnen und abzuspeichern. Aber irgendwas wird schon hängen bleiben – zur Not mach ich aus der Antarktis einfach eine Diktatur irakischen Ausmaßes – das wird bei einem amerikanischen Politikprofessor sicherlich saugut ankommen. Vielleicht sollte ich auch noch ein bisschen was von Marx einfließen lassen.

foto-64a.jpgMontag, 3.42 Uhr (Deutschland: 9.42 Uhr): Christiane ruft mich ungläubig über Skype an und bittet mich darum den Laptop (also die Webcam) einmal komplett zu drehen, damit man alles sehen kann. Nur um sicher zu gehen, dass ich wirklich in der Bibliothek bin und lerne – ich kann sie aber gut verstehen, denn sie kennt mich schließlich am besten und weiß daher, dass Nächte in Bibiliotheken bei mir eher die Ausnahme bilden.

Montag, 4.10 Uhr: Ich gebe auf. Die Einleitung habe ich noch nicht angefange, aber immerhin mein Deckblatt ist fertig und ich habe eine Grundidee, auf die ich das Paper aufbauen kann. Meine Augen sind mittlerweile so schwer, dass selbst Cola sie foto-63.jpgnicht mehr aufhalten kann. Wenn ich jetzt eine von diesen Wachmacher-Pillen nehmen würde, käme ich nicht vor neun ins Bett und das wäre, ehrlich gesagt, total bescheuert. Deshalb beende ich hier jetzt meine Library-Nacht, die aber, trotz des etwas frühen Endes, durchaus als Erfolg zu werten ist. Ich habe bis auf die Einleitung alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. Ich bin up-to-date bei allen Texten und könnte jetzt direkt als Gründer einer neuen Republik eingeführt werden – also zumindest nach einer Mütze Schlaf, wie man so schön sagt. Also, nehme ich mir jetzt meine Mütze für ein letztes Foto und verabschiede mich ins Bett.

Das Experiment war erfolgreich, glaube ich zumindest. Auf jeden Fall war diese Nacht das erste Mal, dass ich fast schon live mein Blog geschrieben habe. Ob es jemand live mitgelesen hat wage ich aber zu beweifeln. Is mir auch egal. Ich will nur noch ins Bett.

Hier noch der Originaltext der Aufgabe, für dich ich die Nacht in der Library verbracht habe:

It is the year 2215. You have just been hired as the chief political consultant for the Committee to Establish the New Republic of Antarctica (CENRA). As the Founders of Antarctica, now habitable thanks to global warming, CENRA wants you to write a memo on the question of the need, if any, to cultivate virtue or citizenship for the maintenance of the New Republic of Antarctica. They want you to present a clear account of the alternative models or ideas about the place of virtue or citizenship in a republic and how it relates to government.

The Founders of Antarctica have heard of various theories of the character of republican government outlined in readings found in a scroll entitled “PLAP101 Materials” (which is one of only a few sources from olden times to have survived the Great Flood of 2101). The people of 2215 have also heard vague stories about an old and famous republic in a place called “North America,” but there are different and conflicting accounts of what these “Americans” proposed. Some people contend that the Americans sought to establish a political system that had no need for citizen virtue (an argument allegedly made in a book called “The Federalist”), while others say that this is an inaccurate statement of the American political system.

Your charge includes making clear what the Americans had in mind. Having stated the different alternatives, the Founders of Antarctica want you to evaluate the various positions and come to a recommendation of which one is most coherent and will work best for their new system. You must explain how the structures of the new government will support your preferred role of virtue or citizenship in a republic.


Waschtag

September 21, 2006

Wer mich kennt, weiß dass ich ein großer Fan von Waschanlagen bin, in denen man selbst zum Hochdruckreiniger und zur Bürste greifen kann, um sein Auto sauber zu machen. Für manche ist es entspannend ein gutes Buch zu lesen, wobei dahin gestellt sei, was man unter einem guten Buch versteht, andere wiederum lieben den Latte Macchiato im Café um die Seele baumeln lassen zu können. Ich gehöre zu der Fraktion, die, zugegeben wahrscheinlich sehr klein ist, welche sich bei der Autowäsche hervorragend entspannen kann.

Auf dem Weg zur Waschanlage - Daumen hochWenn mein Auto besonders dreckig ist, macht es natürlich auch gleich umso mehr Spaß, da sich das Endergebnis deutlich vom Anfangszustand unterscheidet. Ich wasche mein Auto in Deutschland ziemlich regelmäßig, bedingt dadurch ist meist kein großer Unterschied zwischen vor und nach der Wäsche zu erkennen.

Man kann sich also vorstellen, dass ich multiple, lang anhaltende Autowasch-Orgasamen durchlebe, wenn das zu säubernde Auto so aussieht, als habe der Vorbesitzer schon seit Jahren eine Phobie gegen Wasser und sämtliche Reinigungsmittel.

Vorweg: Gestern haben wir es endlich, nach einer Woche rum fahren, Führerschein organisieren und frustrierenden Erlebnissen beim DMV, geschafft unseren 86er Jeep Wagoneer anzumelden.

Ein Mittelchen für jeden FleckDa weder Martin, noch ich, einen Tag warten wollten, um unser Auto in neuem Glanz erstrahlen zu sehen, ging es direkt weiter zu einem Autozubehörladen, in dem wir knapp 50 Dollar für Reinigungsmittel ausgaben. Dazu sei bemerkt, dass es in den USA für jeden Fleck ein passendes Mittel gibt – unsere Einkaufsliste war, entsprechend dem Zustand des Wagens, ziemlich lang und umfasste folgende Artikel:

Außen

  • Schwämme (hart und weich)
  • Autoshampoo
  • Felgenreiniger
  • Allesreiniger
  • Reifenreiniger (aufgesprüht und schon sieht der Reifen aus wie neu)

Innen

  • Teppichreiniger
  • Lederreiniger (Polsterreiniger)
  • Armaturenbrettpolitur
  • Glassreiniger
  • Bürste zum Auftragen des Teppichreinigers
  • Sprühkleber (der Stoff des Dachhimmels hing nur noch schlaff herunter)
  • Duftbäume bzw. 8-Balls mit Duft

Martin kümmert sich um die AußenhautMit dem ganzen Equipment ging es dann zur nächsten Waschstation und nachdem ich die „Vorher“-Fotos gemacht hatte, ging es los. Erst einmal wurde die Lanze geschwungen um den groben Schmutz abzubekommen. Im Endeffekt stellte sich dieser Hochdruckreiniger als einzig adäquate Möglichkeit heraus, den verwitterten Lack halbwegs wieder hin zu bekommen. Die Farbe der Motorhaube wechselte wie von Geisterhand von einem dreckigen Weiß zu einem stumpfen Weiß, mehr war einfach nicht drin. Der Rest der Außenhaut sah (abgesehen von einigen Roststellen) nach dem Wasch-Marathon aus wie fast neu, also so neu, wie ein 20 Jahre altes Auto aussehen kann.

Streifenfreier Glanz wurde erst spät in der Nacht erreichtDer Innenraum sah, um es in Wasch-Enthusiasten-Deutsch zu sagen, nach dem Putzen aus wie geleckt. Hier wurden sämtliche Mittelchen verwendet, die wir gekauft hatten, der Lederreiniger machte seinem Namen alle Ehre und verhalf dem abgenutzten Gestühl zu neuem Glanz (ganz nebenbei bemerkten wir dann auch den Schriftzug „Limited“ auf der Rücksitzbank). Mit dem Sauger und später mit dem Reiniger wurde dem Teppich zu Leibe gerückt, auch hier mit großem Erfolg, auch wenn der ein oder andere Ölfleck einfach nicht weichen wollte. Das Cockpitspray stellte sich als absolute Allzweckwaffe heraus. Auch wenn es sich, wie Martin und ich feststellten, hierbei scheinbar nur um Fett zum Sprühen handelte, sahen das Armaturenbrett und die restlichen Innenverkleidungen nachher fabrikneu aus.

Der Dachhimmel wurde mühevoll und bei geöffneten Fenstern mit Sprühkleber fixiert. Da wir beide keine Sattler sind waren Falten nicht zu vermeiden, was aber nicht weiter stört. Immer noch besser als eine Deckenhöhe von 50 Zentimetern.

Insgesamt waren wir wohl knapp fünf Stunde in der Waschanlage (wobei noch mal eine halbe Stunde hinzukam, in der wir mittelmäßig erfolglos versuchten, die Felgen zu polieren. Hier hatte der Bremsstaub über die Fahre ganze Arbeit geleistet. Wir haben uns aber vorgenommen, dass wenn einer von uns in der nächsten Zeit Millionär wird, neue Felgen an erster Stelle stehen. Oder ein neues Auto.

Die ganze Arbeit hatte sich im Endeffekt aber gelohnt, denn aus einem 450 Dollar teuren Auto haben wir durch unser unglaubliches Putztalent mindestens ein 1000 Dollar Auto gemacht. Wenn jetzt noch die Heckklappe abschließbar wäre, würde das Ding für 5000 Dollar weggehen – vielleicht.Zwei Typen und ihr Auto - ihr sauberes Auto

Danach war dann erstmal cruisen angesagt. Es ging erst zu Walmart, wo wir eine Halterung (natürlich in weiß) für den iPod kauften, den wir an das Radio anschließen können. Außerdem musste noch ein Getränkehalter her, denn der darf in keinem Ami-Schlitten fehlen. Dann nahmen wir das Teil auf einen Ausflug durch die Stadt und fuhren zu David, dem wir in Verbindung mit dem Jeep eigentlich alles zu verdanken hatten.

Weiter ging es dann noch amerikanischer, nämlich mit einem Abstecher zu Wendy’s (einem, DEM Burgerladen schlechthin), wo wir noch viel amerikanischer am Drive-In bestellten und dann, am amerikanischsten überhaupt, nach Hause fuhren.JJJetzt wird der Jeep erstmal beweisen müssen, was er im Alltagsbetrieb drauf hat, bevor ich ihn, zusammen mit meiner Christiane, auf große Fahrt nehmen werde, um auch mal die Freiheitsstatue „in Echt“ zu sehen. Auf dem Tacho steht eine Maximalgeschwindigkeit von 85 mph (ca. 135 km/h), also sollte er die 65 mph auf der Interstate ja locker schaffen. Fragt sich nur, wie langer dieses 20 Jahre alte Monstrum das aushält.

Ach, übrigens: Noch haben wir ein Übergangsnummernschild aus Pappe. In zwei Wochen ist dann aber unser echtes Schild da. Und zwar mit der Buchstabenkombination: GRMAN… seit der WM sind wir ja wieder Deutschland, also „Du bist Deutschland“ halt!


Layout misslungen

September 20, 2006

Diesen kleinen Ausschnitt habe ich gefunden, bevor ich an die University of Virginia gegangen bin und hab ihn erst heute wieder gefunden. Hierbei kann man schön sehen, was passiert, wenn Studenten Zeitung machen. Es war sicherlich nicht so geplant oder gewollt, ist aber trotzdem (und auch trotz des eigentlich ernsten Hintergrundes) ganz lustig.

Der Ausschitt ist von der Internetseite der Campuszeitung hier, dem „Cavalier Daily„, die, wie der Name schon sagt, täglich erscheint – und auch die Homepage der Zeitung wird täglich geupdated. Das Level dieses Campusmediums ist wahnsinnig hoch, manche Lokalzeitung kann sich davon eine Scheibe abschneiden. Jeden Tag knapp zehn Seiten mit aktuellen Infos zu füllen – neben dem Studium – ist schon eine Leistung. Da können sich dann manchmal auch solche Layout-Fehler einschleichen.

Ausriss aus der Internetseite des Cavalier Daily


Erlaubnis erteilt

September 19, 2006

Das DMV (Department of Motor Vehicles, also Straßenverkehrsamt, Zulassungs- und Führerscheinstelle in einem) hier in Charlottesville ist mittlerweile zu einem guten Bekannten geworden. Ich war bis heute nur einmal da gewesen, Martin aber fuhr heute, als wir um acht Uhr das Auto abholten, schon zum fünften Mal zum DMV.

Das erste Mal letzten Donnerstag, aber da hatte er ein wichtiges Dokument nicht dabei. Das zweite Mal am Freitag, aber da fiel er durch die theoretische Prüfung durch. Das dritte Mal Samstag, doch auch hier kein Glück; wegen Computerproblemen konnten am Wochenende keine theoretischen Prüfungen abgenommen werden. Montag schaffte er dann die Theorie, hielt aber nicht, wie von der Prüferin gewünscht, an einer Ausfahrt an, sondern rollte durch und musste also erneut die praktische Prüfung machen. Ein modernes Martyrium also.

Heute morgen holten wir uns also den Wagen vom spanischen German (das ist der Name des Spaniers, komisch oder?), sammelten den Peruaner Miguel mit Louisiana-Führerschein ein und ruckelten in einem 1993er Ford Taurus zum DMV. Unser internationales Trio erreichte wohlbehalten die Führerscheinstelle, reihte sich ein, bekam eine Nummer und setzte sich – für eine lange Zeit, wie sich später herausstellte. Eine so lange Zeit, um genau zu sein, dass ich zwei Dollar an Martin verlor, als er zwei Mal nacheinander den nächsten Buchstaben erriet, der auf der Aufruf-Tafel angezeigt wurde.

Miguel hatte sich schon mit seinem Laptop ins Abseits gesetzt – er hatte, wie schon Martin am vergangenen Donnerstag, ein wichtiges Dokument nicht dabei und konnte von daher seinen Führerschein nicht eintauschen.

Nach knapp einer Warte-Stunde kamen Martin und ich gleichzeitig dran. Dann der Schock an meinem Fenster – selbst wenn ich die Prüfung machen würde, wäre nicht mehr als ein „Learner’s Permit“ drin, ich müsste also noch zusätzlich Kurse nehmen. Martin, der am Schalter neben mit stand, und ich schickten darauf hin die beiden netten Damen zur Besprechung nach hinten. Mit der Information, das, wenn ich ganz normal den theoretischen und praktischen Teil bestehen würde, ich einen ganz normalen US-Führerschein bekommen würde, waren die Sachbearbeiterinnen schnell wieder zurück. Puh, eine Hürde geschafft. Folgen noch zwei – Theorie und Praxis.

Der Theorieteil war machbar, ich schaffte es aber trotzdem nur knapp. Die zehn „Schilder“-Fragen beantwortete ich alle richtig, musste ich auch, denn sonst wäre da die Prüfung schon zu Ende gewesen. Die 25 allgemeinen Fragen waren schon etwas heikler. Beim fünften Fehler war man raus.

Fehler Nummer vier war dann bei Frage 24 (In welcher Größe eines Bierglases ist der gleiche Alkohol wie in einen Schnaps(glas)?). Das hieß, ich musste die letzte Frage richtig beantworten, um den Test zu bestehen.

Wie schnell darf man in einem Schulgebiet fahren? Ich klickte 35 mph an, war mir sicher, zögerte, klickte 25 mph an, war mir unsicher, nahm es trotzdem – und bestand. Schwein gehabt. Noch eine Hürde.

Martin fuhr vor mir. Um 11.49 verließ er das Gebäude mit der ausladenden Prüferin. Um 11.58 war er wieder da – und stolzer Besitzer eines US-Führerscheins. Dann war ich an der Reihe.

Erst einmal einsteigen, Spiegel justieren. Dann Licht an, blinken, Warnblinker, hupen, Rückwärtsgang rein, anschnallen und langsam rückwärts aus der Parklücke raus. Ganz wichtig bei der ganzen Fahrt (die einmal um den Block ging): immer schön den Schulterblick machen und in die Spiegel schauen, ob auch alles okay ist. Und immer an Stoppschildern halten. Ein Stoppchild wäre mir dann fast zu Verhängnis geworden – ich hielt ca. 20 cm zu spät an. Ich hatte jedoch das Gefühl, dass mich die knapp 120-kg-Frau mochte, da sie mir die ganze Fahrt über erzählte, dass sie Single und neu in der Stadt war und das ihre Kolleginnen sie immer zu verkuppeln versuchten.

Mein FührerscheinDeshalb verzieh sie mir wahrscheinlich auch meine minimale Stoppschild-Überfahrung und auch ich bekam den Führerschein. Endlich, eine Odysee geht zu Ende. Nicht für die Prüferin – sie ist immer noch Single; und so traurig das auch ist – wird es sicherlich noch ein Weilchen bleiben.

So, mal zurück zu den wesentlichen Dingen. Morgen wird das Auto angemeldet, übermorgen wird es geputzt und geschrubbt und gebohnert – und Freitag fahren wir damit das erste Mal einkaufen. Das wird das Highlight. Lebensmittel einkaufen als Highlight – das hättet ich von mir auch nicht erwartet. Wobei Lebensmittel hier eigentlich schon eine Übertreibung sind. Eher Genussmittel.


Schein Abkommen

September 15, 2006

Ich habe mir ja jetzt mit Martin zusammen ein Auto gekauft, bzw. David hat es für uns gekauft, weil man für den Kauf eines eben solchen Wagens einen gültigen US-Führerschein braucht. Da die Amerikaner nicht ein Dokument ähnlich unserem Personalausweis haben, wird der Führerschein oft als einzige Ausweismöglichkeit akzeptiert. Also ist man auch ohne eigenes Auto gut beraten, sich ein „driver’s liscence“ ausstellen zu lassen.

Das ist einfach gesagt als getan, leider. Denn unser Auto steht fahrbereit am Straßenrand, darf aber nicht bewegt werden, weil es keine Nummernschilder hat. Es hat keine Nummernschilder, weil es nicht auf einen von uns angemeldet ist. Es ist nicht auf einen von uns angemeldet, weil wir noch keinen amerikanischen Führerschein haben. Wir haben noch keinen US-Schein, weil es mit einem riesigen bürokratischen Aufwand verbunden ist einen zu bekommen.

Martin war gleich am Donnerstag beim DMV (Department of Motor Vehicles), wurde aber nach Hause geschickt, weil er nicht alle nötigen Dokumente dabei hatte. Heute ging es also für ihn (und auch für mich) wieder zum DMV, um heute dann endlich den Führerschein zu bekommen. Doch zu früh gefreut.

Erst einmal vorweg: Deutschland hat, neben ein paar anderen Ländern, ein Abkommen mit den USA, welches es einem erlaubt, seinen deutschen Führerschein gegen eine amerikanische liscence „einzutauschen“, ohne eine Prüfung machen zu müssen. Autofahrer aus allen anderen Ländern müssen auf jeden Fall die Fahrprüfung in den USA machen, um einen hier gültigen Führerschein zu bekommen. Das ist auch alles schön und gut, nur wurde uns beim Auslandsamt der Uni gesagt, dass das ganze direkt vor Ort gemacht würde. O-Ton von denen: „Deutschland hat ein Abkommen. Ihr geht hin, zeigt alles vor, bekommt eine liscence und geht wieder.“

Eines hat mich mein Auslandssemester aber gelehrt: Auslandsämter, egal ob zuhause oder hier, wissen meist selbst nicht wovon sie reden, bringen es aber so gut rüber, so dass man glaubt, sie täten es. Ein weiteres Beispiel folgt gleich.

Als wir heute beim DMV waren wurde uns von der netten Frau am Empfang gesagt, dass es zwar dieses, mittlerweile schon fast ominöse, Abkommen gibt, aber es nicht vor Ort schnell mal geregelt werden kann. Der deutsche Führerschein wird kopiert, weggeschickt, es wird gechecked, ob es sich um einen echten Führerschein handelt und ob man noch in Deutschland berechtigt ist, Fahrzeuge zu führen. Nachdem das alles okay ist, bekommt man ein Schreiben, dass der amerikanische Führerschein zur Abholung bereit liegt. Das ganze dauert dann knapp eine Woche.

Die zweite Möglichkeit wäre noch, dass wir den Führerschein-Test machen, also den amerikanischen Führerschein ganz normal erwerben. Dann könnten wir ihn auch direkt mitnehmen (was bedeuten würde, dass wir auch das gesamte restliche Prozedere sofort vor Ort machen könnten). Dafür entschieden sich dann Martin und ich prompt.

Bei mir war es dann ganz schnell wieder vorbei, weil ich keinen Beweis dafür hatte, dass ich im Moment in Charlottesville wohne. Das Aulandsamt hatte uns zu einem Büro geschickt, dass uns ein Transcript ausstellen sollte, auf dem unsere Adresse steht – als Beweis, dass wir wirklich hier wohnen. Tja, wir hatten das Transcript, aber es war keine Adresse drauf. Ich durfte also Platz nehmen, Martin konnte den Führerscheintest machen, weil er einen anderen Beweis, dass er zur Zeit wirklich in Virginia lebt, dabei hatte.

Der Sehtest war schnell gemacht (nach dem Motto: Nennen sie die Buchstaben. Okay, fertig.), für den Theorietest büffelte martin mindestens eine halbe Stunde, fiel dann aber zwei Fragen vor Schluss durch. Damit war das Projekt „Auto von David übernehmen“ mal wieder verschoben. Martin kann jetzt morgen noch mal den Test machen, wenn er will. Ich werde wohl einfach meinen Führerschein einschicken lassen und abwarten bis ich einen Ami-Schein bekomme. Ich bekomme am Montag dann auch endlich das Transcipt MIT meiner Adresse drauf und kann loslegen. Ich hoffe das Martin dann noch mal den Test macht, damit der Jeep endlich mal Auslauf bekommt.

Zu guter Letzt noch die Dokumente, die man braucht, um als Deutscher einen Ami-Führerschein zu bekommen:

  • Reisepass (mit I-94 und DS-2019 – sprich Visum)
  • Deutschen Führerschein
  • Proof of Residence (Beweis, dass man in dem Land/Staat wohnt)
  • meist noch einen Brief vom Auslandsamt

Noch etwas zum internationalen Führerschein: Für den Urlaub in den USA ist der völlig ausreichende, aber sobald man länger dort ist, sollte man nicht die 15 Euro dafür ausgeben, sondern diese eher (direkt nach der Ankunft) für den Umtausch in eine amerikanische liscence investieren.


Nur Pfeifen buhen

September 14, 2006

Auch wenn das Auto im Moment die meiste Zeit in Anspruch nimmt will ich mich nicht lumpen lassen und eine tolle Überleitung vom Automobil zum Rasensport finden.

Tailgating

In den USA gibt es ein seltsames Ritual vor jedem größeren Sportevent – das so genannte „tailgating“. Das Wort „Tailgating“ besteht aus zwei Bausteinen, zum einen „tail“, was in diesem Fall am besten mit „Heck“ zu übersetzen ist – gemeint ist das Heck eines Pick-Ups oder Vans (das war die Überleitung) – und dem Wort „gate (gating)“, wobei hiermit das Gate, also das Einlasstor zum Stadion gemeint ist. Ich wurde von zwei ausgewiesenen Englisch-Kennern darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei einem „tailgate“ einfach nur um die Heckklappe eines Pick-Ups handelt, also der Ausdruck nichts mit dem Einlasstor zum Stadion zu tun hat. Gut, dass diese Seite nicht zitiert wird. Des Weiteren kann „tailgating“ auch zu nahes Auffahren auf den Vordermann bedeuten. Man lernt nie aus.

Das „tailgating“ ist eine amerikanische Institution, regelmäßig versammeln sich zehntausende von Menschen auf den Parkplätzen und Wiesen rund um die Footballstadien, um schon Stunden vor Anpfiff ein ausgelassenes Fest zu feiern, dass perverserweise irgendwo zwischen Kindergeburtstag und Kollektivbesäufnis liegt. Die Grills rauchen, die Steaks und Burger brutzeln, das Bier fließt und ab und zu gibt es sogar mal einen Salat – meist aber nur den obligatorischen Cheeseburger.

Football

Warum ich das erzähle? Nun ja, ich wohne genau 200 Meter Luftlinie vom Stadion entfernt und da kann man dem Hype des Footballs nicht mal entgehen, wenn man wollte. Ich will es ja auch gar nicht, im Gegenteil, ich war begeistert, als ich letzten Samstag das erste Mal in „unserem“ Stadion stand und die 60.000 Menschen sah, die eine College-Mannschaft anfeuerten. Dabei ist die Stimmung im „Scott Stadium“ hier an der University of Virginia nicht im geringsten mit der in einem deutschen Fußballstadion zu vergleichen. Nehmen wir nur einmal das Westfalenstadion den Signal-Iduna-Park. Schon alleine durch die durchgängige Überdachung, die hier in den USA nur selten an Unis verbaut wird, können 60.000 Menschen einen ganz anderen Lärmpegel verursachen. Im Scott Stadium ist es nicht mal annähernd so laut, was auch daran liegen mag, dass die Amis ihrem Ärger nicht durch grelle Pfiffe, sondern durch monotones Buuuuuhen Ausdruck verleihen

Und trotzdem ist es ein Erlebnis, welches ich mitgemacht haben muss und noch ein paar Mal mitmachen werde (an meinen Schatz: du bist übrigens zum absoluten Hammer-Saison-Knaller-Mega-Spiel gegen Miami hier – darauf freu ich mich schon, aber eher weniger wegen dem Spiel selbst).

Also, noch mal zu letztem Wochenende. Wir haben bei David, unserem Amerikaner für alle Fälle ge-tailgated, Bratwürstchen-Hotdogs gegrillt und gutes Bud Light getrunken, wie sich das für eine tailgating-Party gehört. Danach ging es dann zum Stadion. Überall in den Vorgärten standen die typischen US-Geländewagen mit offenen Heckklappen und BBQ-Grills en masse. Tausende von Menschen in orangenen Shirt, Kappen, Hosen, Perücken etc. (die Farbe der Uni-Mannschaften). Der Geruch von Gegrilltem ging einem erst nicht mehr aus der Nase, dann nicht mehr aus dem Kopf.

Als Student an einer amerikanischen Uni hat man überall freien Eintritt zu den Sportevents, sogar zu den Großen, wie einem Footballspiel. Also kurz den Studentenausweis vorzeigen und rein ins Stadion. Die Platzwahl gestaltete sich einfach, denn die Studenten stehen alle zusammen, entweder auf richtigen Stehplätzen, oder auf einer steilen Wiese, die sich um die eine Endzone des Feldes zieht. Wir waren eine halbe Stunde vor Spielbeginn da und konnten so noch zusehen, wie sich das Stadion langsam füllt. An den Panorama-Fotos, die ich gemacht habe, kann man ganz gut sehen, wie die Arena bis fast auf den letzten Platz zugepackt wurde.

Vor dem Spiel - noch nicht soviel los

Dann war es doch noch richtig voll

Das Spiel an sich, also Football, find ich nicht so spannend. Es entstehen einfach zu viele, zu lange Pausen, über die auch keine Blaskapelle oder Cheerleader hinweg helfen können. (Witz verstanden?) Aber um das Spiel ging es auch nicht in erster Linie, also mir nicht. Die Atmosphäre war das entscheidende, denn da die Teams soweit anreisen müssen (der Gegner war aus Wyoming – ca. 3000 km entfernt) sind nur Fans der eigenen Mannschaft im Stadion. Und die Studenten machen einen Lärm, unvorstellbar. Es gibt Schlachtrufe, Fangesänge und natürlich das (in-)offizielle Universitätslied „Good Old Song“…

Das Spiel endete in der OT (Overtime = Verlängerung) 13:12 für UVa, weil der gegnerische Kicker den entscheidenden Kick daneben setzte. Das Team aus Wyoming war schlecht, aber Virginia war teilweise noch schlechter. Aber, wie gesagt, es ging mir nicht um das Spiel.

Morgen steht das nächste Game im „Scott Stadium“ an, diesmal gegen Western Michigan, die schon ne Nummer besser sind. Und ich muss zugeben, obwohl es mir ja eigentlich nicht um das Spiel geht, möchte ich doch, dass meine Mannschaft die Gegner gedemütigt, geschunden und mit gesenktem Haupt nach Hause schickt. Einfach nur der Stimmung wegen.

„Go Cavaliers!“