Alone in my room

Juni 26, 2006

Gestern habe ich noch gemeckert, dass es mit meinem Einzelzimmer nicht klappt. Und heute, nachdem ich ein wenig beim Housing-Department der Uni rumgezickt habe, klappt es plötzlich.

Neben dem schon angekommenen Angebot für ein Doppelzimmer im Copeley Wohnheim (was nicht so schön sein soll) hab ich jetzt noch ein Angebot für ein Doppelzimmer im „International Residential College“ und ein Einzelzimmer-Angebot für das Hereford Wohnheim bekommen. Und letzteres werde ich wohl auch annehmen.

Ein Einzelzimmer ist mir schon wichtig, gerade weil Christiane mich im November für knapp drei Wochen besuchen wird und ich keine Lust habe, zu dritt in einem kleinen Doppelzimmer zu schlafen. Zusätzliches Problem ist noch, dass man als Student in seinem Zimmer nur jemanden für drei aufeinander folgende Tage aufnehmen darf. In einem Einzelzimmer hat man dann zumindest keinen Mitbewohner, der einen bei der Hausleitung anschwärzen kann.

Das Wohnheim („Hereford“) ist zwar weit weg von den zentralen Einrichtungen des Campus, aber dafür sehr schön gelegen. Hier deren Website.


ARD-Raportage

Juni 26, 2006

Falls manch einer es noch nicht mitbekommen hat, bei der ARD läuft immer nach einem Spieltag der deutschen Mannschaft die Raportage von Blumentopf. Blumentopf ist eine meiner Lieblings-Hip Hop Bands in Deutschland und die fassen für die ARD jedes Spiel in einem Rap zusammen. Sehr gelungen, findet auch Monika Lierhaus…

Die Videos gibt es bei youtube.com.


Auslandssemester goes WordPress

Juni 25, 2006

Nachdem ich mich mittels Photoshop, Frontpage und meist auch handwerklicher html-Eingabe abgemüht habe, ein halbwegs (optisch) ansprechendes Blog hinzubekommen, hab ich mich heute (äh, gestern) kurzfristig entschieden, meinen ganzen Scheiß zu WordPress rüber zu kopieren.

WordPress LogoDenn a. kann ich wordpress von jedem Computer der Welt editieren, auch wenn ich mal nicht an meinem Laptop sitze, was das Bloggen viel einfacher und aktueller macht und b. muss ich nicht immer nach dem Motto „quick&dirty“ Tabellen verändern und Artikel ausschneiden und wieder einfügen um halbwegs eine Ordnung in das Blog zu bekommen.

Das übernimmt ab heute alles WordPress. Und zudem bieten WordPress, als eine der verbreitesten Methoden Blogs ins Netz zu bringen, tolle Optionen, wie z.B. Suchmaschinen, Flickr-Verweise (Flickr-Homepage hab ich gleich auch registriert) und natürlich die Möglichkeit RSS-Feeds anzulegen, für diejenige, denen das etwas sagt.

Also, dass Blog ist weiterhin über www.auslandssemester-tagebuch.de zu erreichen, ab jetzt aber zudem über auslandssemester.wordpress.com. Tolle Sache sowas. Und es sieht auch noch gut aus und macht weniger Arbeit.


Es ist viel passiert

Juni 25, 2006

Ja, wirklich, es ist ne ganze Menge passiert. Nicht nur das wir, ähm, Klinsmann’s Jungs, im Viertelfinale stehen und wir Weltmeister werden (WWW… ole ole), nein auch an der „Ich gehe ins Ausland“-Front hat sich was getan.

Nachdem ich ja schon wie erwähnt meinen Pass endlich habe, konnte die nächste Hürde genommen werden. Das Visum. Was sich angesichts von 0900-Nummern-Sperre nicht ganz einfach gestaltet. Im Endeffekt hat es dann doch mit Hilfe der Kreditkarte meiner Mutter geklappt einen Termin für mein Visums-Interview in Frankfurt zu bekommen.

Ich muss also am 31. Juli nach Frankfurt und habe dort um 12 Uhr mein Interview. Das wird alles sauknapp, denn ich flieg ja nur 17 Tage später und der nette Herr am Telefon der Botschaft in FFM meinte, dass so ein Studentenvisum mal locker drei bis zehn Werktage auf sich warten lassen könnte. Wenn es weiter nichts ist, ich bin ja knappe Fristen gewöhnt.

Nachdem also die Anspannung von mir gefallen ist und ich mir zu knapp 98,3% sicher bin, dass ich es bis in die USA schaffe, kam die nächste größere Hürde. Ein Wohnheimplatz.

Also musste ich meine @virginia.edu E-Mail Adresse freischalten lassen und konnte dann nach einem geeigneten Zimmer suchen. Natürlich hatten zigtausende amerikanische Studenten das schon vor mit gemacht und ich landete auf Warteplatz 269. Super!

Am Freitag hab ich aber dann endlich meine Zusage für ein Zimmer bekommen. Nein, nicht wie ich angegeben hatte, ein Einzelzimmer, sondern natürlich ein Doppelzimmer. Und nein, nicht in den vier von mir angegebenen Wohnheimen, sondern in dem einzigen, vor dem mich Leute gewarnt hatten, die schon an der UVa ein Auslandssemester gemacht haben.

Aber ich lasse mich nicht entmutigen und habe direkt an die Housing-Verwaltung geschrieben und nachgefragt, ob ich vielleicht ein anderes Zimmer bekommen könnte. Antwort erhalte ich wohl erst heute im Laufe des Tages (in Virginia ist es ja noch Sonntag). Zudem habe ich mich auch noch bei zwei weiteren Wohnheimen beworben, bei denen man sich noch einmal extra bewerben konnte und hoffe daher, dass vielleicht noch eine von den Möglichkeiten klappt. Ich habe zumindest noch keine Absage bekommen, aber vielleicht heißt bei denen ja auch keine Absage – doch eine Absage. Man wird sehen.

Das war knapp zusammengefasst die Zusammenfassung der letzten paar Tage/Wochen, jetzt geh ich aber nochmal etwas intensiver auf einzelen Punkte ein, die es verdienen (auch im negativen Sinne) ausführlich erläutert zu werden:

Die E-Mail Adresse an einer amerikanischen Uni
(oder wie geht man verantwortungsbewußt mit dem Internet um)

Um eine E-Mail Adresse mit einer .edu-Endung zu bekommen, muss man sich nicht nur einfach anmelden und kann gleich loslegen. Man muss erst einmal ein seitenlanges Benutzerhandbuch lesen und dann (und das ist der Hammer) einen Test bestehen, der sich rund um das Thema „Verantwortungsbewußtsein im Umgang mit dem Internet“ dreht. Da kommen dann so Fragen vor, wie:

„Sie haben von einem Freund eine E-Mail mit einem Anhang bekommen. Der Anhang ist wie folgt beschrieben – „Wunderschöne Bilder vom Campus“. Als sie den Anhang öffnen, sehen sie, dass es sich nicht um Bilder vom Campus handelt, sondern anscheinend um perverse Bildchen. Was tun sie?

Möglichkeit 1: Nichts.
Möglichkeit 2: Ich melde es dem Rechenzentrum und verlange, dass meinem Freund sofort der PC gesperrt wird, weil er gegen amerikanisches Recht und den Ehrenkodex der Uni verstoßen hat.
Möglichkeit 3: Ich sende die E-Mail an alle meine Freunde weiter.

Ich will ja nicht sagen, dass man echt doof sein muss, um durch diesen Test durchzufallen, aber irgendwie muss man doch schon ziemlich doof sein, sich solche Fragen einzprägen. Insgesamt musste man knapp 20 Fragen beantworten, alle nach dem selben Muster. Ich hab es geschafft und wurde dafür mit einer tollen E-Mail Adresse belohnt, die da lautet: jk5ps@virginia.edu. Ich hab dann gleich ne zweite beantragt, die man sich besser merken kann, nämlich john-sebastian.komander@virginia.edu…. tolle neue Welt, man muss Test bestehen, bevor man überhaupt an der Uni in den Staaten ist.

Das Visum

Gefi**t ist der, der eine 0900-Nummern Sperre im Telefon hat, wie mein Mitbewohner und ich sie haben. Okay, man ist vor teuren Internet-Dialern geschützt, aber man kann nicht ohne weiteres bei der US Botschaft anrufen. Ich musste also zu meinen Eltern nach Hause, aber siehe da, auch die hatten so eine tolle Sperre. Also musste Plan B her, der auch auf der Seite der Botschaft angeboten wird. Man ruft die ganz normale Nummer der Botschaft an und ein netter Herr meldet sich dann. Nachdem dieser Herr nun weiß, dass ich einen Termin für mein Interview schedulen will, fragt er mich nach der Kreditkartennummer etc. Bei ersten Mal klappt es nicht, weil ein Zahlendreher drin ist, beim zweiten Mal sagt er kurzzeitig nichts, und plötzlich ist er ganz freundlich und fragt: „How can I help you, Sir?“ Die Kartenzahlung scheint funktioniert zu haben.

Lustig ist dabei auch die Namensangabe, denn man sagt nicht einfach mein Name ist Sebastian, S-E-B-A-S-T-I-A-N, sondern S as in Sierra, E as in Echo, B as in Bravo, A as in Alpha etc. Also sollte man, um Fehler zu vermeiden, eine Liste dieser Flugzeug/Polizei/Armee-Codes vor sich liegen haben. Hier kann man sich so eine Liste mal anschauen.

Der Herr fragte mich dann auch noch netterweise, wo ich her komme und als ich dann meinte, aus Dortmund, da kam er mit entgegen und sagte, dass ich dann den 12 Uhr-Interview-Termin haben könnte, weil acht Uhr sicherlich zu früh sein würde. Recht hat er, der Typ.

Zum Thema Housing

Da kann ich nur sagen, bewerbt euch so schnell wie möglich. Ich hatte den Brief von der Uni mitte Mai bekommen und nicht genau genug gelesen und dachte, ich müsste noch warten, um mich zu bewerben. Schwerer Fehler! Sofort bewerben, dann bekommt man vielleicht noch ein Einzelzimmer in einem schönen Wohnheim. Für die zwei Wohnheime, für dich ich mich noch mal einzeln bewerben musste, war ne ganze Menge Mühe gefragt. Man muss auch hier wieder (wie bei der E-Mail Adresse) Fragen beantworten, aber dieses Mal nach dem Kalliber: „Waren sie schon einmal in einem exotischen Land? Was war dort ihr einschneidenstes Erlebnis?“ oder „Was war als Kind ihr Lieblingsspielzeug und warum?“. Tja, die Amis stellen gerne fragen und wollen immer genau wissen, wen sie vor sich haben. Sei es drum, vielleicht bekomm ich da ja wenigstens mein Einzelzimmer – wenn denen mein Fragebogen, bzw. die Antworten auf ihre Fragen, gefallen.


Deutschland wird Weltmeister

Juni 25, 2006

(15/06/06) Deutschland – Polen 1:0

Wir haben mitgefiebert, mit gelitten und in der 91. Minute mitgejubelt. Auf dem Vinckeplatz im Kreuzviertel in Dortmund sind alle Dämme gebrochen, als ausgerechnet der Borusse David Odonkor den entschiedenen Pass zum Traumtor durch Neuville gab. So was hab ich noch nicht erlebt!

Fernab von allen Hooligan-Ausschreitungen konnte man auf dem Vinckeplatz mit knapp 1000 anderen Fans das Spiel sehen und sich dabei genüsslich ein Bier für 3,50 Euro holen. Toll war’s!

Fotos gibt auch davon, fünf hab ich eingestellt. Außerdem noch drei Bilder vom vergangenen Sonntag, als ich mit meinem Mitbewohner Christian und zwei anderen Kollegen im Fifa(tm) WM-Stadion Köln war, um Angola gegen Portugal zu gucken. Auch da stand es am Ende 1:0.

Was eine geile WM, was eine Stimmung. Dortmund zeigt sich echt von seiner besten Seite, als Gastgeber und als fußball-fanatische Ruhrpottstadt.

WM-Spiel in Köln (Angola – Portugal) am 11. Juni 2006

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WM-Spiel in Dortmund (Deutschland – Polen) am 14. Juni 2006

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Hoosnews.com

Juni 25, 2006

(14/06/06) Videos im Internet angucken macht Spaß. Und manchmal findet man Dinge, von denen man gar nicht glaubte, dass sie existieren würden.

click to enlargeSo hab ich zum Beispiel heute, beim „durchbrowsen“ von youtube.com eine News-Show gefunden, die auf dem Campus der University of Virginia produziert wird. Wer sich bei dieser recht amüsanten, slapstickartigen Serie an „The Daily Show“ erinnert fühlt, liegt nicht ganz falsch. Die Show ist laut den Produzenten von „Hoosnews“ das große Vorbild.

Unter www.hoosnews.com kann man sich die einzelnen Folgen anschauen. Oder einfach bei youtube „Hoosnews“ eingeben, dann bekommt man die Folgen in minderer Qualität, aber dafür sind die knapp 25 Minuten langen Episoden um einiges schneller runtergeladen.

Wer sich also schon vorab über Themen informieren will, die nicht wirklich wichtig, aber sehr witzig verpackt sind, sollte sich die „Sendung“ mal ansehen. Zum Beispiel gibt es da einen Vergleich der verschiedenen Bibliotheken, aber nicht nach normalen Gesichtspunkten wie z.B. Computerausstattung, Ruhe etc., sondern nach Teppichbelägen, Höhe der Regale und Möglichkeiten Kaffee und Donuts zu kaufen.


Der entscheidende Pass

Juni 25, 2006

(12/06/06) Ich halte mit stolz geschwellter Brust meinen nagelneues Reisepass in die Luft, um mich herum zwitschern die Vögel und erfreuen sich an der morgendlichen Sommersonne. Ich bin noch ein wenig verschlafen vom gestrigen WM-Spiel, welchem ich im herrlichen FIFA(tm) WM-Stadion zu Köln hatte beiwohnen dürfen und auf dem sich vor mir erstreckenden Schwanenwall fährt ein VW Bus älteren Baujahrs her, die vier schwedischen Insassen schwenken ihre Fahnen zum Gruß und….

WIE? WAS? Noch mal zurück zum Anfang. Ich halte mit stolz geschwellter Brust meinen nagelneuen Reisepass in die Luft, um mich herum…. STOP! Zurückspulen!

War da was mit einem Reisepass, in Verbindung mit dem Adjektiv „nagelneu“? Hier kann doch was nicht stimmen.

Man würde es nicht für möglich halten, aber tatsächlich. Ich habe einen Reisepass; es ist sogar mein eigenerer. Und ich sehe auf dem Bild aus wie ein Verbrecher, aber egal. Er gehört mir und ich werde ihn in Ehren immer bei mir führen. Oder zumindest ab und zu.

Jetzt kann die ganze Visums-Bewerbung losgehen. Da freu ich mich ja schon so sehr drauf. Die ganzen Anträge ausfüllen, noch mal Geld bezahlen, nach Frankfurt fahren, ein Interview mitmachen…..

Aber egal. Wenn die Schweden noch ihre Fahnen schwenken, trotz dem schlechten Vorrundenspiel gegen die Trinobagiens (oder so…), kann ich mich auch über meinen Reisepass freuen. Juhu!

Edit (14.06.06): Bevor ich das ganz vergesse. Man wird es nicht glauben, aber das Datum, an dem mein Pass ausgestellt wurde ist der 06.06.06. Ich erinnere mich da noch dunkel an die Kosten für meinen Flug (666 Euro!!!). Ob ich das Semester im Ausland überleben werde?


Und der Kaiser sprach…

Juni 25, 2006

click to enlarge(11/06/06) Man weiß in diesen Tagen ja gar nicht, an welcher Stelle man anfangen soll zu erzählen. Wenn man ganz vorne anfängt, hört sich das so an: „Und irgendwann setze sich Franz Beckenbauer in den Kopf, dass er nach wilden Weihnachtsfeiern und unehelichen Kindern genug vom wilden Leben hatte. Also musste ein neues Ziel her. Bei einem netten Weizen in einem Münchener Biergarten kam ihm dann die Schnapsidee – Leck mich am Arsch, ich hol die WM nach Deutschland!“

Aber soweit vorne will ich nicht anfangen, denn das könnte dauern. Jahre später ist es aber plötzlich soweit; die immer runter zählenden Uhren am Bildschirmrand von ARD, ZDF etc. stehen auf null und die WM kommt ins Rollen. Und in der WM-Stadt Dortmund brechen alle Dämme; die Schweden sind los und verwandeln den Alten Markt in ein gelb-blaues Menschenmeer. Knapp fünfhundert Meter den Westenhellweg hinauf stimmt sich halb Trinidad und ganz Tobago mit heißen Soca-Rhythem auf das Spiel ein. Und mittendrin versuchen Christiane und ich verzweifelt einzukaufen. Das ist in diesen Tagen in Dortmund nur schwer möglich, dafür greift eine noch nie da gewesene Euphorie um sich. Und die steckt verdammt noch mal an. click to enlarge

Ein Auto ohne Deutschlandfahne ist in diesen Tagen wie ein Bayer ohne seine Lederhosen, ein Abend ohne Live-Übertragung wie ein torloses BVB-Remis ohne Delron Buckley. Man kommt am Fußball nicht vorbei… und man will es angesichts riesiger Massen feiernder Fans auch gar nicht.

In der WM-Stadt Dortmund herrscht der Ausnahmezustand, überall wird gesungen, gefeiert und Fußball gespielt. Und das bis spät in die Nacht – gesehen gestern um 3.30 Uhr früh vor dem Dortmunder Hauptbahnhof.

Die WM ist angekommen und mit ihr hoffentlich noch mehr Fans und Freunde des gepflegten Rasensports. Bis jetzt lief alles ohne ernsthafte Auseinandersetzungen ab, sagen die Medien. Aber Deutschland spielt ja auch erst morgen gegen Polen.


Sechs Fotos und eine wertvolle Info

Juni 25, 2006

(26/05/06) Da ich ja jetzt angenommen bin, muss ich mich um die weiteren Vorbereitungen kümmern. Und da ich ein fauler Hund bin (manchmal vielleicht sogar eine faule Sau) hab ich mich natürlich um fast gar nichts gekümmert. Das hat sich mit dem heutigen Tage aber so was von geändert; ich bin vom faulen Hund zum durchaus trägen Hund aufgestiegen, denn ich habe Passbilder von mir anfertigen lassen. Das ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, aber die Messe ist eh noch lange nicht gelesen.

Also, um zum Punkt zu kommen. Ich hab Passfotos gemacht und Gott-sei-Dank war der Fotograf kompetent bis unter seinen kahlen Hinterkopf, denn er meinte, ich müsse neben den Bildern für den Reisepass auch noch zwei Fotos für das Visum machen lassen. Und da die Amis keine Amis wären, wenn sie nicht alles ein bisschen anders haben wollten, müssen diese beiden Visumsfotos natürlich ein anderes Format haben (5×5 cm). Alles in allem hab ich dann 20 Euro für sechs Fotos bezahlt (vier Passbilder und zwei Visumsbilder). Und ich sehe aus wie ein Verbrecher, aber man durfte nicht lächeln und ich hatte nur knapp zwei Stunden geschlafen und war nicht rasiert und und und….

Die Hürde wäre gemeistert, die nächste (viel höhere Hürde) muss aber noch übersprungen werden. Nachdem ich mich damit abgefunden hatte, dass mein Pass (den ich bis zum heutigen Tage noch nicht beantragt habe) mindestens einen Monat aus sich warten lassen würde (ich würde ihn also Anfang Juli in Händen halten), machte mich mein Amerika-erprobter Mitbewohner darauf aufmerksam, dass man lange warten müsse (vor allem in den Sommermonaten) um einen Termin bei der amerikanischen Botschaft zu bekommen. Die Zeit hab ich natürlich nicht und so hatte ich dann schon innerlich damit abgeschlossen, in die Staaten zu reisen. Ich fragte mich nur, wie ich meinen Eltern das erklären sollte.

Aber es musste ja eine Lösung geben, denn auch wenn ich nicht wirklich Lust auf die Staaten habe und auf den Stress, den ein solches Auslandssemester im Vorfeld verursacht, muss ich mein Studium ja auch irgendwann mal fertig kriegen, allein schon, damit ich bei meiner Suche nach einem Volontariat was vorweisen kann.

Langer Rede, kurzer Sinn, ich surfte also auf den Seiten des Bürgerdienstes in Dortmund herum, stieß auf einen Service namens domap und konnte dann, nachdem ich lange gesucht hatte, erfreut feststellen, dass man für einen Aufschlag von 32 Euro einen Express-Pass bekommt. Ich hatte schon Angst, dass ich dann nur einen vorläufigen Pass in Händen halte (den die Botschaft in Frankfurt nicht annimmt), wurde aber durch eine sehr nette Dame am Rathaus-Infopoint aufgeklärt, dass man für den 32 Euro-Aufschlag einen vollwertigen Pass bekäme. Das Geld ist hierbei gut investiert, denn der Pass lässt dann statt vier Wochen nur 72 Stunden aus sich warten.

Also, dass kann ich nur empfehlen. Es kostet zwar knapp das Doppelte, (wenn man noch unter 26 Jahren ist) lohnt sich aber sicherlich.


Ich wurde genommen!

Juni 25, 2006

(18/05/06) Wie im letzten Post zu lesen ist, hat die UVa meine Unterlagen losgeschickt. click to enlargeUnd dann kam eine Email vom Auslandsamt der Uni Dortmund, dass ich die Unterlagen doch bitte im Büro abholen sollte. Hab ich also gemacht und tada… Ich bin als ordentlicher Student an der University of Virginia angenommen.

Die Annahme-Bestätigung,oder wie auch immer man das nennt, kam zusammen mit dem Wisch, den ich für mein Studentenvisum brauche und einer Landkarte des Campus in Charlottesville.

Der Campus heißt dort aus irgendeinem Grund (und wahrscheinlich seit Jefferson’s Zeiten) nicht Campus, sondern „grounds“. Na gut, dann halt einer Karte der grounds.

Als interaktive Karte kann man sich das ganze auch auf den Seiten der UVa angucken, hier zum Beispiel.